Die Ausrüstung

So was haben wir bereits an Zutaten.

Wir wissen nun, warum es Polarlicht gibt, wo wir nachsehen können, wann und in welcher Intensität es zu erwarten ist. Und wir beobachten das Wetter. Fehlt nur noch ...

...die Ausrüstung:
  1. Festest Stativ
    Ich benutze ein Manfrotto, Carbon-Stativ mit Kugelkopf und Schnellwechselplatte von Novoflex. Das Stativ ist im Reisegepäck relativ leicht aber dennoch stabil. Mein Kugelkopf wiegt allerdings fast ein Kilo.
    Bei Wind ist es schon fast wieder zu leicht und es kommt schon mal in Schwingungen, so dass ich es mit etwas schwerem belaste. Bitte nicht nur den Rucksack einhängen, der dann im Wind baumelt. Am besten ein Tuch oder Plastiktüte mit einem Stein beschweren der aber auf dem Boden aufliegen sollte. Den Abstand zwischen Tüte und Stativaufhängung kann man mit einem Klettband variabel befestigen. Alles, was frei hängt schwingt mit. (ich erwähne es hier, weil ich die Variante Rucksack hängend schon oft beobachtet habe.)
  2. Kamera mit manueller Einstellung für Blende und Zeit
    Aktuelles Modell EOS 5D MK III: Durch den Vollformatsensor habe ich eine größere Abbildungsfläche.
  3. Weitwinkelobjektiv
    Da benutze ich das L 16-35 mm und das L 24-70mm II (f 2.8). Das 16-35 mm benutze ich natürlich, weil es mir die kleinst mögliche Brennweite bietet. Außerdem bekommen Straßenlaternen bei kleiner Blendenöffnung sehr schöne Sterne mit langen Strahlen. Nachteil: Diese Strahlen entstehen auch dann, wenn die Lampen sich unter dem Bildrand befinden und ragen dann störend ins Bild. In solchen Fällen wechsel ich entweder den Standort oder auf das 24-70 mm. Außerdem fallen beim 24-70 die Verzerrungen geringer aus als beim 16-35 mm. In der Dunkelheit ist das aber weniger störend. Objekte die von der Seite ins "Bild fallen" würden, versuche ich mittig zu setzen oder nehme es durch die Wahl eines anderen Ausschnittes ganz heraus.
  4. ND-Verlaufsfilter?
    Wird sich manch einer fragen. Wozu benötigt man den bei Polarlichtaufnahmen? Damit kann man zu helle Lichter einer Stadt z.B. abmildern, die bei langzeitbelichtungen ausfressen würden.
  5. Kabelauslöser vielleicht sogar mit Timer-Funktion.
    Ich benutze den TC-80 N3 mit Timer Funktion, den ich auch für Time-Lapse-Aufnahmen verwende. (ein für mich nicht mehr wegzudenkendes Utensil). Einige Kameras haben das aber auch fest eingebaut.
  6. Ersatz-Akku
    Ist immer dabei, da ich auch im Liveview-Modus arbeite, verbraucht die Kamera etwas mehr Strom. Bei kaltem Wetter behalte ich den Akku natürlich in der Hosentasche auf.
  7. LED-Taschenlampe
    Sie hat für mich einen großen Nutzen. Sie ist zum einen beim Einstellen der Kamera von Vorteil, außerdem um die Schärfe richtig einzustellen, um den Weg zu finden und um die Landschaft auszuleuchten.
  8. Bekleidung
    Winddichte Kleidung, warme Pullover im Winter, vor allem Handschuhe, Mütze, dicke Socken festes Schuhwerk, - Spikes sind vom Vorteil bei Schnee und Glätte. Die Straßen werden zwar mit Split gestreut, der aber über Tage durch die Sonnewärme in die Eis-/Schneedecke einsinkt. Meist wird erst am anderen Tag wieder gestreut.

Und hier findest du dann eingie Fotos von Polarlichtern: