Polarlicht

Die ersten Polarlichter sah ich 1993/94 etwa 120 km südlich von Trondheim. Es muss sich um relativ starke Nordlichter gehandelt haben, weil man sie so weit südlich sehen konnte.
Im Winter 1998 auf den Lofoten zeigten sie sich fast jeden Abend um die gleiche Zeit. Und mich zog es jeden Abend hinaus in die Kälte, mein Blick klebte am Himmel. Mal war der Himmel nur grünlich, ein anders Mal gab es ein Spektakel aus Farben und den unterschiedlichsten Formen, die fast unheimlich am Himmel wabberten, sich dann vollständig auflösten, und an einer anderen Stelle wieder aufflackerten. Seit dem begeistern mich diese Himmelserscheinungen immer wieder aufs Neue.

Ich bekomme immer wieder Fragen zu Polarlichtern gestellt und wie man sie fotografiert.

Hier möchte ich meine Erfahrungen zusammenfassen und gerne den ein oder anderen Tipp weiter geben, wie man zu guten Polarlichtbildern gelangt.
1998 fotografierte ich noch analog auf Dias z. T. auch auf Negativ. Bedingt durch den festen ISO-Wert des Filmes waren die Nachtaufnahmen im Vergleich zu den heutigen Digitalaufnahmen recht dunkel und hatten wenig Struktur, wenn gleich die Polarlichter verhältnismäßig gut auf den Fotos zu erkennen waren.
Mir gefielen damals meine Polarlichtbilder und sie dekorierten eine Wand.

2004 wechselte ich dann von analog zu digital, - eine Canon EOS 10D.
Mit der variablen Einstellung von Blende / ISO / Zeit hatte ich mehr Belichtungsspielraum. So konnte ich akitv auf das Polarlicht reagieren und mit kürzeren Belichtungszeiten schnelle Bewegungen fotografisch einfangen. Die Ergebnisse fand ich damals nur faszinierend. Durch höhere ISO-Werte wurde zwar das Bildrauschen sichtbar, was ich damals aber gar nicht wirklich wahr genommen habe, - heute stört es mich. Es folgten später andere Boddies mit besserem Rauschverhalten, dann bessere Objektive, und als meine Ausrüstung einen guten Standard erreicht hatte, blieben die Polarlichter aus, - eine inaktive Phase der Sonne.

Wie Polarlichter entstehen erfahren Sie auf der nächsten Seite.