Die Reisezeit

Ich werde auch immer wieder gefragt, wann die beste Reisezeit für Polarlicht ist.
Im Herbst, wenn die Landschaft das Licht fast völlig schluckt, sind die Nächte vor allem bei Neumond tief schwarz. Die Landschaft verliert an Struktur. Sie wird vor dem hellen Polarlicht nur als Siluette abgebildet. Will ich der Landschaft aber ein bisschen Struktur geben, so nehme ich meine Taschenlampe und leuchte diese damit aus.
Im Winter hingegen, wenn sich eine Schneedecke wie ein großer Aufheller auf der Landschaft legt, bekommt man ausreichend Struktur ins Bild. Das Polarlicht wird vom Schnee reflektiert und färbt diese bei langen Belichtungszeiten grünlich. Auch die Beleuchtung in den Dörfern und Städten hellen die Landschaft auf.
Ich versuche auch immer die Mondphase mit zu berücklichtigen. Bei Vollmond ist es nachts dann schon so hell, so dass man mit kürzeren Belichtungszeiten auskommt oder man den ISO-Wert ein wenig runter regeln kann.
Der Herbst hat den Vorteil, dass es nachts noch nicht so kalt ist. Beleuchtetes Herbstlaub bildet einen schönen Kontrast zum Polarlicht. Der Winter ist farblich etwas kühler.
Man sollte aber auch bedenken, dass man nicht nur nachts unterwegs ist. Ende Februar/Anfang März ist es schon recht lange hell und meist auch sehr schneereich. Ende September/Anfang Oktober hingegen sind ähnliche Lichtverhältnisse und man kann in dieser Zeit den Indian Summer erleben.

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